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Erfahrungsbericht: Bachelorstudiengang International Media and Entertainment Management an der NHTV Breda University of Applied Sciences

17. Dezember 2010 - 08:00

stefanie schmidtDie Studentin Stephanie Schmidt studiert seit zwei Jahren an der NHTV. Sie hat sich uns für ein kurzes Interview zu ihren Erfahrungen beim Auslandsstudium bereit erklärt.

Wie kam es dazu, dass Sie sich für den Studiengang an der NHTV Breda entschieden haben?
Für mich war schon immer klar: Nach dem Abitur studiere ich in Richtung Medien! An der NHTV gefiel mir sofort, dass alle Kurse auf Englisch unterrichtet werden und man die Möglichkeit erhält in viele Bereiche der Medienwelt zu schnuppern. So hat man die Möglichkeit sich nach einem Praktikum im 3. Jahr für eine Spezialisierung im Bereich Marketing- oder der TV Produktion zu entscheiden. Als ich von der NHTV Breda erfahren habe bin ich sofort hingefahren, hab mir ein Bild von Einrichtungen, Kursen und der Stadt gemacht und für mich stand fest: hier will ich hin!

Wie und wo haben Sie sich über die Studienmöglichkeit informiert?
Ich war auf der EINSTIEG Abi Messe in Köln um nach einer geeigneten Uni/FH zu suchen dort wurde mir klar, dass die deutschen Studiengänge mir etwas einseitig und langweilig erschienen oder mit viel zu hohen Kosten verbunden waren. Wenig später stolperte ich zu dem Stand der NHTV Breda, unterhielt mich mit ein paar Studenten, forschte im Internet und besuchte ein Seminar zum „Studieren in Holland“.

Wie haben Sie die verlangten Sprachkenntnisse erworben?
Da ich im Abitur Englisch als Leistungskurs wählte und durch einige Auslandsaufenthalte auch mein Englisch im Alltag auf die Probe stellen konnte, hatte ich mit der Sprache keine Probleme. Die Voraussetzung zur Zulassung ist der Englisch LK, TOEFL Test oder genügend Erfahrung im Ausland durch die man einen sicheren Umgang mit Englisch erlangt.

Wie und wo haben Sie sich beworben?
Ich habe eine Bewerbung an das International Office der NHTV geschickt. Danach musste ich noch einige kleine Tests über das Internet absolvieren und schon kam die Zusage.

Falls Sie in die Niederlande umgezogen sind: Wie haben Sie eine Wohnung gefunden?
Ich habe mein Zimmer über das Marklerbüro „Direct Wonen“ gefunden. Zuerst habe ich versucht privat Termine auszumachen und habe auf Websites nach Anzeigen gesucht, aber da schaut man sich leider in Holland Zimmer an, die in Deutschland als Abstellkammern genutzt werden würden. Da ich anfangs mit einer Freundin zusammen gesucht habe, wanden wir uns an Makler, da es fast unmöglich erschien, zu zweit etwas Brauchbares zu finden. Wenn man etwas für sich alleine sucht ist es sicherlich auch eine Möglichkeit zur NHTV zu fahren und dort die Aushänge an den schwarzen Brettern anzuschauen- oder über das International Office vermittelt zu werden. Viele ziehen zunächst für ein halbes Jahr zur Zwischenmiete in ein Zimmer und suchen sich gemeinsam mit Freunden dann etwas für einen längeren Zeitraum.

Wie waren Ihre ersten Erfahrungen/Eindrücke (z.B. mit der Sprache)?
Meine Erfahrungen mit der Srache waren sehr gut, denn alle Kommilitonen sprechen natürlich Englisch und teilweise auch Deutsch. Da die Deutschen aber natürlich in der Unterzahl sind, verfallen die Holländer auch schnell dazu, in der Anwesenheit von ausländischen Mitschülern weiterhin niederländisch zu sprechen. Nach einigen Kursen in der Landessprache und freundlichen Hinweisen stellt das allerdings überhaupt kein Problem da. Wenn man sich nicht völlig in deutschen Gruppen zurückzieht, sondern auch Interesse an den holländischen Mitschülern zeigt, ist es schön mit anzusehen, wie sich das Klima immer mehr verändert bis es völlig egal ist wo du herkommst.

Worin sehen Sie die Vorteile Ihres Studiums in den Niederlanden?
Die Vorteile liegen definitiv in der internationalen Ausrichtung des Studienganges, aber auch, dass man dem zukünftigen Arbeitgeber zeigt, eine selbsständige und weltoffene Person zu sein, die sich vor Herausforderungen nicht scheut. In Deutschland findet man Studiengänge mit internationaler Ausrichtung häufig nur an teuren Privatunis also warum nicht ins Ausland gehen und die Internationalität gleich schon im Studium erfahren und miterleben? Einen wesentlichen Vorteil sehe ich für mich auch darin, dass wir alle elf Wochen Examen schreiben und somit nicht massig viel Stoff aufeinmal anfällt. Vor jeder Examenswoche hat man eine sogenannte freie „Studyweek“ und auch nach der Examenswoche hat man eine Woche frei, sofern man alle Klausuren des vorherigen Blocks bestanden hat. Durch den persönlichen Kontakt zu Dozenten findet man auch immer ein offenes Ohr für Fragen.

Worin sehen Sie die Nachteile eines Studiums in den Niederlanden?
Ein Nachteil- wenn man ihn als solchen bezeichnen kann- sind die wesentlich kürzeren Semesterferien. Desweiteren ist es in Deutschland meist einfacher einen ordentlichen Nebenjob zu finden, denn in Holland werden Studenten meist schlecht bezahlt und als Deutscher muss man natürlich die Sprache beherrschen. Oftmals ist das Schreiben der Examen alle 11 Wochen besonders im Media and Entertainement Management mit viel Zeit verbunden, da man nach der regulären Vorlesungszeit oftmals in Projektarbeit eingeplant ist und somit nicht sehr viel Zeit für Wiederholungsarbeiten hat.

Was empfehlen Sie deutschen Schulabgängern, die an einem solchen Studiengang interessiert sind?
Am besten sollte man sich immer ein eigenes und persönliches Bild von der Uni und auch der Stadt machen. Also einfach hinfahren, sich mit Studenten und Dozenten unterhalten und herausfinden, ob es wirklich das Richtige für einen ist. StudiVZ ist heutzutage auch eine gute Möglichkeit sich bei deutschen Studenten zu informieren und auch leicht an Wohnungen etc. heranzukommen. Wenn man sich dann für die NHTV entschieden hat, sollte man möglichst früh mit der Wohnungssuche beginnen.

Welche positiven und negativen Erfahrungen haben Sie bisher mit dem Studium gemacht?
Gerade dieses Jahr habe ich viele positive Erfahrungen mit dem Studium gemacht. Im Juni noch waren alle Studenten meines Jahrgangs in Arizona, an der Partneruni der NHTV. Dort haben wir einen drei-wöchigen TV-Produktionsworkshop absolviert. Es war eine einmalige Erfahrung, die auch mit viel Spaß verbunden war. Überhaupt hat die Uni einige gute internationale Partner-Universitäten und auch ein paar Kontakte, die einem die Praktikumssuche erleichtern. Da ich gerade mein Praktikum absolviere merke ich auch, dass der Stoff aus dem Studium sich sehr gut auf die Arbeitswelt anwenden lässt und man sieht, dass man schon einiges gelernt hat.

Was planen Sie für die Zukunft?
Ich überlege derzeit, ob ich die Spezialisierung umgehe und beide Richtungen weiterverfolge: Marketing und TV Produktion. Sicherlich ist es mit viel Stress verbunden, allerdings stehen einem hinterher noch mehr Türen offen. Aber zunächst einmal möchte ich mein Praktikum in Berlin mit Erfolg abschließen. Nach dem Studium möchte ich sofort arbeiten und mein frisches Können unter Beweis stellen und endlich Geld verdienen!

Würden Sie den gleichen Weg noch mal gehen?
Jederzeit!

Wir bedanken uns bei Stephanie Schmidt für das Interview. Für weitere Informationen klicke hier.

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